AHA, BHA und PHA - Säurepeeling

Scrub Peelings wurden in den letzten Jahren mehr und mehr von sogenannten Exfoliant Peelings abgelöst. Einfach ausgedrückt: die Haut nicht mehr mechanisch, sondern nur noch chemisch peelen – das ist jetzt angesagt! Säurepeelings hallo!

Bis vor einiger Zeit waren chemische Peeling-Behandlungen vor allem denjenigen unter uns vorbehalten, die viel Geld in eine zeitaufwendige Behandlung bei der Kosmetikerin investieren wollten. Chemische Peelings waren nicht wirklich für den Hausgebrauch gedacht, denn das Wort „Säure“ an sich schreckte schon viele unter uns ab. Das kommt dir mehr als bekannt vor?

In unseren Beiträgen über die einzelnen chemischen Peelings haben wir dir bereits einen kurzen Einblick in das allgemeine Thema Säurepeelings, die Anwendungsmöglichkeiten und die Hauttypverträglichkeit gegeben.

Grundsätzlich kannst Du dir schon mal merken, dass der pH-Wert eines Peelings niemals unter 3 liegen sollte, da es sonst zu Verbrennungen und Verätzungen kommen kann; je höher der pH-Wert desto geringer das Risiko, besonders bei einer Erstanwendung.

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Du fühlst dich immer noch ein wenig unsicher und willst wissen, worin sich die Säuren genau unterscheiden? Schauen wir uns den Vergleich doch einmal an.

Säurepeeling Infographik

AHA vs. BHA

Alpha-Hydroxysäure (Glykolsäure) und Beta-Hydroxysäure (Salicylsäure) hören sich zwar ziemlich gleich an, unterscheiden sich jedoch in ihrer chemischen Struktur und damit auch in ihrem Anwendungsbereich deutlich voneinander.

AHA ist wasserlöslich, während BHA fettlöslich ist. Das erklärt auch sofort, weshalb Du zu BHA greifen solltest, wenn Du zu fettiger, öliger Haut neigst: Die enthaltene Säure fängt an zu arbeiten sobald sie mit Fett in Berührung kommt. Vor allem wenn Du lediglich einige wenige fettige Hautstellen hast, kannst Du auf diese gezielt beispielsweise einen BHA-Toner mit 1% Konzentration auftragen.

AHAs können dagegen von allen Hauttypen verwendet werden, allerdings ist die Wahl der verwendeten Säure (Zitrone, Glykol, Milch, Mandel, Wein etc.) von Bedeutung, denn der Säuregehalt unterscheidet sich enorm! Und wenn Du sehr empfindliche Haut hast, dann solltest Du von AHAs definitiv die Finger lassen und lieber zu PHA greifen.

AHA arbeitet vor allem auf der Epidermis und trägt dort die abgestorbenen Hautschuppen ab. Je nach Säure und Höhe der Konzentration kann dieses Fruchtsäurepeeling auch tiefer in die Haut eindringen und dort die Kollagenproduktion anregen. BHA pustet dir die verstopften Poren so richtig schön durch, befreit diese von Talg und hilft so Entzündungen vorzubeugen.

Was beide definitiv gemeinsam haben, ist, dass sie das Hautbild und den Teint verfeinern, Unreinheiten den Kampf ansagen und ersten Anzeichen der Hautalterung entgegenwirken können.

Egal, ob Du dich für AHA oder BHA entscheidest, trage unbedingt einen ausreichenden Sonnen- und Lichtschutz, denn Peelings machen die Haut durchlässiger für schädliche UV-Strahlen.

BHA vs. PHA

Vor allem wenn Du trockene, empfindliche Wangenpartien und eine fettige T-Zone hast, dann würde sich eventuell eine Kombination aus beiden Präparaten anbieten oder, wenn deine Haut nicht empfindlich ist, dann kannst Du BHAs auch im gesamten Gesicht verwenden.

Durch die geringe Konzentration der BHA-Peelings (1-2%) brauchst Du dir keine Sorgen machen, dass deine Haut nach der Verwendung zu starken Rötungen und Reizungen neigt.

PHA wirkt genau wie seine saure Schwester (AHA-Peelings), ist dabei allerdings wesentlich milder formuliert und damit auch sanfter zur Haut.

Das ist besonders für empfindliche Haut interessant, denn bisher mussten Menschen mit diesem Hauttyp auf Fruchtsäurepeelings und andere Säurepeelings, aufgrund zu hoher Reizgefahr, verzichten.

AHA vs. PHA

Du neigst zu sensibler, leicht irritierbarer Haut und dein Hautbild ist von Rötungen geprägt? Dann sind PHA-Peelings genau das Richtige für dich – und Du hast sogar dieselbe Anti-Aging-Wirkung wie bei AHAs!

Dabei kannst Du dich sogar an die Augenpartie heranwagen (vor allem an die Haut direkt unter den Augen), wo AHAs normalerweise zu hoch konzentriert wären.

Durch die größere Molekülstruktur von PHAs dringen diese nicht ganz so schnell und tief in die Haut vor wie ein Peeling mit Fruchtsäure. Für Einsteiger, Vorsichtige und Sensibelchen also gleichermaßen gut geeignet, um sich an Säurepeelings langsam heranzutasten!

Fazit

Eine Wirkung der einzelnen Peelings ist nicht unbedingt durch Wärme und ein Prickeln auf der Haut spürbar, das heißt jedoch nicht, dass es nicht wirkt!

Die Hauterneuerung dauert im Durchschnitt ca. 28 Tage, also von der Entstehung der neuen Hautzellen bis zur Verhornung auf der Epidermis. Diese Zeit solltest Du deiner Haut in jedem Fall geben, damit sie sich an den neuen Schritt in deiner Routine gewöhnen kann.

Bei der Peeling-Behandlung kann es zu Erstverschlimmerungen kommen, da deine Haut nicht an Säure gewöhnt ist. So können Akne und Mitesser erst einmal stärker ausbrechen, Hautschüppchen können sich bilden und es kann zu Rötungen im Gesicht kommen. Aber gib dem ganzen etwas Zeit, nach ein paar Wochen Anwendung wirst Du enorme Verbesserungen sehen und auch spüren!