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Wie der Name bereits sagt, handelt es sich bei Mischhaut um eine Kombination zweiter Hauttypen, meistens um trockene und fettige Haut.

Dabei neigt die Haut der T-Zone (also Stirn, Nase und Kinn) zu fettiger Haut, gleichzeitig wird das Hautbild aber auch durch trockene Wangen geprägt.

Betroffene stehen oft vor der Aufgabe eine Pflege zu finden, die beiden Hauttypen gerecht wird. Wir zeigen dir, wie Du bestimmen kannst, ob Du Mischhaut hast, was die Ursache dafür ist und was Du dagegen tun kannst.

Was sind die Merkmale von Mischhaut?

Mischhaut ist ein Hauttyp, der ausschließlich im Gesicht auftritt und sich durch eine trockene, raue Wangenpartie und eine ölige T-Zone auszeichnet.

Das Hautbild ist an den Wangen eher feinporig und manchmal auch gerötet während Kinn, Nase und Stirn vergrößerte Poren aufweisen und mit viel Glanz einhergehen.

Diese Kombination birgt einige Herausforderungen, wenn es um die richtige Reinigung und Pflege geht, denn normalerweise sollten sich trockene und fettige Haut gegenseitig ausschließen.

Menschen mit Mischhaut stehen also vor der Aufgabe, beiden Hauttypen gerecht zu werden.

Merkmale und Eigenschaften von Mischhaut im Gesicht

Mischhaut entsteht durch eine unausgeglichene Talgproduktion in verschiedenen Hautpartien – in manchen Arealen wird wesentlich mehr Talg produziert als in anderen, sodass keine Balance bei der Haut besteht und man deshalb auch nicht nur von einem Hauttypen sprechen kann.

In der T-Zone kann es aufgrund der überhöhten Talgproduktion zu Unreinheiten und Pickeln – teilweise sogar zu Akne – kommen.

Durch zu aggressive Pflege und Inhaltsstoffe kann Mischhaut im Gesicht noch verstärkt werden und es kann zu Rötungen an den Wangen und unreiner Haut in der T-Zone kommen.

Gibt es Ursachen für Mischhaut und gibt es Möglichkeiten, Mischhaut der Vergangenheit angehören zu lassen?

Was verursacht Mischhaut?

Mischhaut ist (wie fettige Haut) vor allem ein Hauttyp der bei Jungen und Mädchen im Alter zwischen 15 und 25 auftritt. Ganz wie bei fettiger Haut hängt die übermäßige Talgproduktion meistens mit einer vermehrten Bildung von männlichen Sexualhormonen (Androgene) zusammen.

Diese Produktion nimmt gegen Ende der Pubertät – spätestens Anfang der 20er – ab, sodass Mischhaut ab diesem Zeitpunkt wesentlich weniger häufig vorkommt.

Zusätzlich kann Mischhaut auch wieder erblich bedingt sein oder durch die Verwendung falscher Gesichtspflege begünstigt werden. Aggressive Inhaltsstoffe führen dazu, dass die Haut gereizt reagiert und Signale gesendet werden, dass noch mehr Talg produziert werden muss, um die Haut zu schützen.

Ist Mischhaut schlimm?

Mischhaut ist nicht schlimm und meistens zeitlich begrenzt. Mit zunehmendem Alter neigt die Haut mehr zu trockenen Partien, da sie mehr Feuchtigkeit verliert und auch die Talgproduktion zurückgeht.

Mischhaut ist wohl der Hauttyp, dessen Pflege am meisten Zeit in Anspruch nimmt. Aus diesem Grunde erfährst Du im Folgenden, auf was genau Du bei Mischhaut achten solltest.

Welche Pflegeprodukte sollte man bei Mischhaut verwenden?

Bei Mischhaut hilft vor allem auf die richtige Pflege zu setzen, eine Pflege, die für beide Hauttypen gleichermaßen geeignet ist. Das ist nicht so ganz leicht, denn gerade trockene und ölige, unreine Haut könnten von ihren Bedürfnissen nicht unterschiedlicher sein.

Das zeigt sich nicht nur äußerlich auf den betroffenen Hautpartien sondern ist auch deutlich spürbar: die Wangen können spannen und zu Juckreiz neigen während Stirn, Nase und Kinn sich ölig und schmierig anfühlen.

Nachfolgend findest Du einige Pflegetipps, die sowohl für trockene Haut als auf für unreine Haut geeignet sind.

Inhaltsstoffe

Ringelblume (Calendula) und Aloe Vera sind beides Stoffe, die sowohl auf die fettigen als auch auf die trockenen Hautpartien aufgetragen werden können. Beide wirken sich positiv auf den Feuchtigkeitshaushalt aus und wirken zudem entzündungshemmend und beruhigend.

Öle für Mischhaut? Nicht mit dir? Es klingt vielleicht erst einmal kontraproduktiv, da Öle normalerweise einen Film hinterlassen und so den Teint noch fettiger erscheinen lassen. Wer schon viel Kosmetik aufprobiert hat, der weiß, wie schnell man da einmal falsch liegen kann.

Das Schlüsselwort lautet „Jojobaöl“! Dank seiner wachsartigen Struktur ist Jojobaöl dem eigenen Sebum von der Konsistenz sehr ähnlich – und der Körper kann es so viel besser und leichter aufnehmen!

Und damit nicht genug: durch die ähnliche Struktur und Beschaffenheit hilft Jojobaöl auch bei der Regulierung der Sebumsproduktion, denn es bindet den entstandenen Talg ohne dabei die Poren zu verstopfen. So kann deine Haut wieder die perfekte Balance finden!

Um alle Vorteile des Jojobaöls genießen zu können achte bitte darauf, dass es zum einen biologisch angebaut wurde und zum anderen kaltgepresst wurde, denn nur so kann gewährleistet werden, dass alle wichtigen Nährstoffe im Öl enthalten sind.

Reinigung

Bei der Reinigung solltest Du auf ein mildes Produkt setzen, das deine Haut nicht zu sehr reizt – am besten also zu einem pH-neutralen Schaum oder Gel.

Außerdem solltest Du nur lauwarmes oder kaltes Wasser zur Reinigung verwenden, denn heißes Wasser trocknet die ohnehin schon unterversorgte Haut noch weiter aus und ist auch zu aggressiv für empfindliche, fettige Haut.

Klären

Nach der Reinigung kannst Du zu einem milden Gesichtswasser (zum Beispiel Mizellenwasser, das auch für trockene Haut geeignet ist) oder mit Calendula greifen.

Natürlich kannst Du auch nur einen entfettenden Toner verwenden und diesen lediglich auf die öligen Hautpartien (also vor allem T-Zone) geben. Allerdings ist es wichtig darauf zu achten, dass Alkohol nur in ganz geringen Mengen vorhanden ist.

Zwar wirkt Alkohol desinfizierend, gleichzeitig entzieht er der Haut jedoch wichtige Feuchtigkeit , sodass die Haut in der T-Zone dazu angeregt wird, vermehrt Talg zu produzieren.

Tages-und Nachtcreme

Bei der Tages- und Nachtcreme ist es wichtig auf eine feuchtigkeitshaltige Pflege zu setzen, die nicht zu stark rückfettend ist. Eine leichte Tagescreme oder Gel mit Aloe Vera und Lichtschutzfaktor ist perfekt für das ganze Gesicht geeignet.

Für besonders trockene Hautpartien empfehlen wir dir zusätzlich eine reichhaltigere Creme zu verwenden, damit deine Haut, vor allem an den Wangen, über den Tag hinweg nicht zu stark austrocknet.

Mischhaut infografik

Peeling

Ein bis zwei Mal pro Woche empfiehlt es sich außerdem ein Peeling in der T-Zone zu verwenden, um die Oberfläche von abgestorbenen Hautschüppchen und die Poren von Talg zu befreien und die Regeneration der Haut anzuregen.

Hier kann zwischen einem mechanischen und chemischen Peeling unterschieden werden. Unter mechanischen Peelings versteht man Peelings, die kleinen Schleifpartikel enthalten und so abgestorbene Hautschichten und Unreinheiten abtragen – es funktioniert also mit Hilfe von Reibung.

Diese Art von Peelings haben allerdings in den letzten Jahren am Beliebtheit verloren, denn oftmals sind die Peelings zu aggressiv für viele Hauttypen und enthalten zudem Mikroplastik – ein absolutes No-Go für viele Beauty-Nutzer!

Ganz anders die chemischen Peelings: diese werden auf die Haut aufgetragen und der Peelingeffekt trifft durch Interaktion mit der Haut ein. Dabei wird zwischen AHA-, BHA- und PHA-Peelings unterschieden. Für Mischhaut ist ein BHA-Peeling sinnvoll, da es kein allzu starkes Peeling ist, das die Haut nicht unnötig reizt.

Bei BHA (auch als Salicylsäure bekannt) handelt es sich um eine milde Säure, die wahre Wunder bewirken kann! Salicylsäure ist im Stande, im Gegensatz zu vielen anderen Säuren, tief in die Poren einzudringen und diese von innen zu reinigen und Entzündungen zu hemmen.

Hautunreinheiten und Pickel können nach einigen Wochen der Verwendung bereits der Vergangenheit angehören!

Was muss ich bei meiner Ernährung beachten?

Vor allem viel grünes Gemüse ist essentiell. Dieses kannst Du am besten morgens in einem grünen Smoothie zu dir nehmen, damit kannst Du bereits den Großteil deines täglichen Bedarfs abdecken.

Wie bei den meisten anderen Hauttypen auch, ist es wichtig, dass Du viel Wasser trinkst damit dein Stoffwechsel und damit auch die Regenerationsphasen und die Durchblutung deiner Haut unterstützt werden können.

Lebensmittel, die deine Haut optimal unterstützen sind Karotten (reich an Vitamin A), Dinkel (mit einem hohen Anteil an Kieselsäure), Nüsse (vor allem Walnüsse mit vielen mehrfach ungesättigten Fettsäuren) und Buttermilch (fettarmer Lieferant von Kalzium).

Davon solltest Du lieber die Finger lassen:

Zucker- und glutenhaltige Produkte solltest Du sowohl bei fettiger Haut als auch bei Mischhaut meiden. Dazu gehören vor allem Softdrinks, raffinierter Zucker in fertigen Backwaren und Fertiggerichten.

Auch von Säften solltest Du allgemein absehen. Du kannst aber nicht den ganzen Tag nur Wasser zu dir nehmen?

Versuche es doch mal mit einem leckeren Kräutertee – dieser füllt deinen Wasserhaushalt auf und ist eine willkommene Geschmacksabwechslung.

Fazit

Mischhaut zählt unzweifelhaft zu den Hauttypen, bei denen es schwieriger ist, die perfekten Produkte zu finden. Meist sind die Ursachen ganz verschieden, ebenso wie die Eigenschaften der Haut.

Wichtig bei deiner Hautpflege ist, dass Du auch hier genau darauf achtest, wie sich deine Haut nach der Anwendung bestimmter Produkte verändert.

Die Pflege von Mischhaut kann zeitaufwendig sein, doch sobald Du deine Haut und ihre Bedürfnisse besser kennst, kannst Du mit einigen wenigen Inhaltsstoffen schon wunderbar viel bewirken und Du wirst dich wohler, schöner und ausgeglichener in deiner Haut fühlen.